Wir sind ausgesprochen hundeverrückt. Unsere Ayka haben wir seit

        1998. Von Beginn an ist dieses Tier einfach nur lieb, sie macht uns

        viel Freude und ist eine wirkliche Bereicherung unseres Lebens.

        Als Ayka 5 Jahre alt war, haben wir Willi zu uns geholt, er war ein

        halbes Jahr alt, voller jugendlichem Ungestüm, begeistert von allem,

        was mit Spielen, Toben und neuen Erfahrungen zu tun hat.

 

        Im Folgenden werde ich aus Hundesicht den Lebenslauf unser beiden

        Begleiter erzählen. Die Bilder dazu vermitteln vielleicht einen kleinen

        Eindruck, wieviel Freude uns das Leben mit ihnen bereitet.

        Ayka erzählt:

        Meine Mutter ist eine Bobtailhündin und ließ sich mit einem polnischen

        Hirtenhund ein.

        Heraus kam ein Wurf von 10 Wollknäueln, die alle so ähnlich aussehen

        wie ich.

        Als es nun an das "Verteilen" von uns Kindern ging, kamen viele Leute,

        sagten "ah" und "oh, wie niedlich" und nahmen aber immer einen von

        Schwestern oder Brüdern mit. Bei mir sagten sie immer:"Die ist

        aber süß, aber so klein."

        Dann kamen Susanne und Klaus. Da waren noch 3 von uns übrig.

        Klaus sagte:"Das ist aber eine niedliche Kleine, komm mal her."

        Jetzt witterte ich meine große Chance. Als er mich auf den Arm nahm,

        roch ich erst mal an seinem Gesicht und - weil die Gelegenheit so

        günstig war - kniff ich ihm mit meinen kleinen spitzen Zähnchen in sein

        Ohr.

        Später sagte Herrchen immer:"Da hatte sie gewonnen!"

        Das war wohl auch so.

        Frauchen und Herrchen holten mich dann ab und nahmen mich

        mit zu sich.

        Da war ich nun. Alles war neu und fremd, außerdem vermisste ich

        meine Mama.

        Aber meine neuen Eltern haben mir gut geholfen, mich viel 

        gestreichelt, viel mit mir gespielt und da fühlte ich mich schon viel

        wohler.

        Und dann war da ja noch Coco, ein kleiner niedlicher Dackel.

        So wurde es immer schöner, Coco hat mir manches beigebracht, denn

        ich musste ja noch so viel lernen, wir haben auch viel miteinander

        gespielt.

 

       

        Hier bin ich mit "Coco" im Garten bei Oma. Er war

        schon 10, aber durch mich wurde er wieder jung.

        Was das heißt, habe ich gar nicht verstanden, jedenfalls

        hat es viel Spaß gemacht.

 

       

        Wenn ich vom Toben müde war, habe ich mich 

        im Flur auf meine Decke gelegt und ausgeruht.

        

        Dank guter Pflege und guten Futters wuchs ich heran, Frauchen und

        Herrchen, so sagen sie jedenfalls immer, haben viel Spaß und Freude

        mit mir. In unserem Wohnviertel kannten mich alle und mochten

        mich auch. 

        Ich freundete mich ziemlich schnell mit "Ede", der zuerst größer

        war als ich, an. Ich glaube, er möchte mich auch.        

        

       

        

        Frauchen und Herrchen haben noch eine zweite Wohnung, die nennen

        sie "Womo". Das war am Anfang ganz schön spannend, als wir damit

        losfuhren. Ich konnte mir da einen schönen Platz zum Ausruhen und

        Schlafen aussuchen. Wenn wir unterwegs sind, lerne ich viele andere

        Hunde kennen und es ist mächtig interessant.

        Im Winter, als mein Fell richtig lang und dick war, fuhren Susanne und

        Klaus mal mit mir mit dem "Womo" los. Ich habe gemerkt, dass es

        draußen kalt war, aber das machte nichts, denn frieren konnte ich ja

        nicht.

       

               

                                            Wir fuhren nach Rügen, im Schnee

                                            hatten wir viel Spaß

 

        So verging die Zeit. 

        Als ich so etwa 5 Jahre alt war, meinten Frauchen und Herrchen, ein

        Kumpel für mich wäre wohl gar nicht schlecht. 

        Herrchen setzte sich an den komischen Kasten, auf dem so viele 

        Bilder zu sehen sind - er nennt das Ding "PC" - und meinte mit einem

        Mal:"Den werden wir uns mal ansehen."

        Das habe ich nicht gleich verstanden, habe aber gemerkt, dass meine

        Leute ganz aufgeregt waren.

        Am nächsten Tag sind sie mit mir los gefahren.

        Und jetzt erzählt Willi am besten weiter.

                                       Willi erzählt:

                                Hallo, mein Name ist Willi, lustig, nicht wahr ?

                                Ich bin ein Boardercollie, es gibt Menschen, die sagen, das wir recht

                                intelligent sind. Was das bedeutet, weiß ich nicht genau. Wenn 

                                damit gemeint ist, dass ich fast alles verstehe, was mein Menschen

                                mir sagen und auch ziemlich schnell lerne, dann stimmt das wohl.

                                Also:

                                An einem schönen Frühlingstag klingelte es bei uns an der Tür.

                                Ich bin sofort zum Gartentor gefegt, um nachzusehen, wer da gekom-

                                men ist. Natürlich habe ich auch gebellt, denn es war ja mein Revier.

                                Vor dem Gartentor - wow ! - stand sie, eine bildhübsche Botailhündin.

                                Mein lieber Mann ! Vor Staunen habe ich gleich zu bellen aufgehört.

                                Bei dieser Schönen standen noch zwei fremde Menschen, die sprachen

                                aber gleich ganz freundlich mit mir, der Mann - heute nenne ich ihn

                                "Herrchen" - sagte: "Der hat aber ein hübsches Gesicht.!

                                Na egal, wir also raus aus meinem Garten und hinten auf die Wiese.

                                Da ging dann richtig die Post ab ! Ich konnte zeigen was ich drauf

                                hatte, bin um die Schöne rumgerannt, habe mit ihr gespielt und die

                                Menschen sagtenso Sachen wie: "Die vestehen sich aber sehr gut."

                                

 

                                    Dann fuhren die tolle Hündin und ihre Menschen leider wieder weg,

                                    da war ich ganz schön traurig.

                                    Aber dann kamen sie wieder - die Schöne war auch wieder dabei -

                                    und nahmen mich mit. Irgendwie war das komisch:

                                    Natürlich war ich vom Wiedersehen mit der tollen Hündin 

                                    begeistert, aber irgendwie war ich auch traurig, dass ich von meinen

                                    bisherigen Leuten weg musste.

                                    Ich kam in ein ganz anderes Haus, da musste ich viele Treppen hoch

                                    springen, auch in der Wohnung war alles anders.

                                    Das wichtigste war aber: Meine neuen Menschen waren ganz freund-

                                    lich zu mir.

                                    "Ayka", so hieß die Schöne, war am Anfang auch ganz verrückt, wir

                                    haben viel miteinander gespielt. Es war jedenfalls eine ganz schöne

                                    Umgewöhnung für mich.

 

Es sieht so aus, als wäre ich traurig,

ich glaube, es war nur die Umstellung.

 

                                    Mit einem Mal wurde gepackt, Ayka war auch ziemlich aufgeregt. Die Leute

                                    sagten was von "Womo" und "wegfahren", da wurde ich auch ganz

                                    hibbelig.

                                    Die Menschen sind mit uns an den Weißenhäuser Strand gefahren, und

                                    zwar mit einer neuen Wohnung, die sich bewegte.

                                    Das war aufregend. Ayka zeigte mir, wo ich in der neuen Wohnung liegen

                                    konnte, wir haben sogar beide Platz auf der Bank und können dann schön

                                    miteinander kuscheln.

                                    Wir kamen zu einem Platz, wo ganz viele von diesen rollenden Wohnungen

                                    standen, auch andere Hunde und viele Kinder waren da.

                                    Leider musste ich erst viel am Womo angebunden sein, denn damals hatte

                                    ich noch viel Angst und war unsicher, ich bellte die anderen Hunde und

                                    Kinder an.

                                    Zwischendurch durfte ich Gott sei Dank auf einer Wiese mit den anderen

                                    Hunden herumtoben, so dass ich mit der Zeit nicht mehr so ängstlich und

                                    aufgeregt war und deshalb auch gar nicht mehr bellte.

                                    Herrchen meinte jedenfalls nach diesem Wochenende, dass das mit mir

                                    ganz gut geklappt hat und ich könnte wohl immer mit dem Womo mit-

                                    fahren. Mann, war ich froh !

                                        

                                    Als wir das nächste Mal wegfuhren, war ich schon ein "alter Hase", obwohl

                                    ich ja ein Hund bin. Wir fuhren nach Hermannsburg, wo man schön viel

                                    laufen kann und auch immer viele andere Hunde sind.

 

   

Das ist doch wirklichein tolles Hundeleben, oder ?

 

                                    Dann fuhren wir ganz lange weg. Meine Leute packten viel mehr Sachen ein

                                    als beim letzten Mal, sie waren auch viel aufgeregter.

                                    Was soll ich viel erzählen, es war mein erster Griechenland-Urlaub.

                                    Ayka hatte da schon viel mehr Erfahrung als ich, so dass ich mir viel bei ihr

                                    abgucken konnte.

                                    Schaut euch einfach die nächsten Bilder an, ich kann nur sagen, es war ein

                                    toller Urlaub.

                                          

                                       

                                                       

                                                                       

                                        

                                    Dann fuhren mit so einem komischen großen Ding, das so schaukelte.

                                    Da war gar kein Sand, wo ich mein Geschäft machen konnte. Ayka

                                    zeigte mir, dass man dann eben so lange warten muss, bis wir wieder

                                    von dem schaukelnden Haus runter waren.

 

                                    Als wir endlich wieder Sand und Gras unter den Pfoten hatten, war ich

                                    froh.

                                    Frauchen und Herrchen sagten zu mir, ich müsste nachts immer schön

                                    aufpassen, damit sie ruhig schlafen können. Das habe ich auch gemacht.

                                    Bei jedem Knacken oder wenn ein Hund bellte, sagte ich Bescheid.

                                    Herrchen war aber dadurch irgendwie genervt und ich wusste gar nicht

                                    mehr: Sollte ich nun bellen oder nicht ?

                                    Mit der Zeit merkte ich aber, dass das Bellen der anderen Hunde normal

                                    war und das Knacken der Zweige auch, also bellte ich nur noch, wenn

                                    jemand an unser Womo kam. Herrchen war zufrieden und lobte mich.

                                    In Griechenland gab es viele Hunde, jeder sah anders aus. Die kamen

                                    immer zum "Guten-Tag-sagen". Frauchen sagte mir, ich müsste nett

                                    zu denen sein, denn ich sei hier Gast.

 

                               

                            Das habe ich dann auch gemacht und habe den Einheimischen sogar bei mir schnuppern

                            lassen, der hatte aber trotzdem anfangs noch in bisschen Angst.

 

                                    Jedenfalls haben Ayka und ich einen schönen faulen Urlaub erlebt, eine Menge

                                    anderer Hunde kennen gelernt und es ging uns richtig gut.

                                        

                                       

                                                       

                                                        Dies war auf unser Reise 2004, und wir

                                                        haben es wieder so richtig genossen !!

                                                                       

 

                                     Herrchen erzählt:

                                    Ja, liebe Leute, das ist die Geschichte unser Hunde. Wenn man eine Ader

                                    für diese tollen Tiere hat, erlebt man jeden Tag, dass man die Zuneigung,

                                    die man ihnen gibt, hundertfach zurück bekommt.

                                        

                                    Im Jahr 2004, als wir gerade in unser neues Haus einzogen, passierte

                                    etwas sehr Schlimmes:

                                    Ayka bekam urplötzlich einen schweren Krampfanfall, der 1 1/2 Tage

                                    andauerte. Wir brachten sie sofort in die Tierklinik, wo sie ins Koma

                                    gelegt wurde. Wir befürchteten das Schlimmste und mussten uns schon

                                    mit dem Gedanken vertraut machen, sie einschläfern zu lassen.

                                    Die Tierärztin überzeugte uns, noch eine Nacht abzuwarten und ihr

                                    eine Chance zu geben.

                                    Und - es geschehen tatsächlich Wunder ! - am nächsten Tag war der

                                    Krampf vorbei. Eine sehr zerzauste und abgemagerte Hündin kam

                                    Susanne beim Arzt entgegen.

                                    Es ging noch ca. 2 Wochen, in denen sie nur schlecht laufen konnte und

                                    immer wieder einknickte ( die Muskulatur war total verkrampft ).

                                    Aber: Willi, dieses tolle Tier, hat schnell begriffen, dass er mit seiner

                                    Freundin sehr behutsam umgehen musste, und: sie ist tatsächlich wieder

                                    die Alte.

                                    Er, der während ihres Klinikaufenthaltes im wahrsten Sinne "litt wie ein

                                    Hund", ist überglücklich, sie wieder um sich zu haben.

                                    Seitdem ist dank krampfhemmender Mittel kein Rückfall eingetreten und

                                    es ist auch nicht mehr damit zu rechnen. 

 

 

                            Inzwischen sind einige Jahre vergangen, seit wir aufs Land gezogen sind.

                            Die Umgebung ist ideal für Hunde. Wir gehen 3 Minuten und sind schon

                            mitten in den Feldern und Wiesen. Radtouren und lange Spaziergänge

                            auch am Elbe-Lübeck-Kanal, der durch unser Dorf fließt, bieten gute

                            Bedingungen dafür, dass die Hunde genügend Auslauf bekommen und

                            fit bleiben. (wir Menschen natürlich auch)

                            Diesem Umstand und natürlich der Tatsache, dass wir sehr ruhig 

                            wohnen, haben wir es wohl zu verdanken, dass es den beiden Tieren

                            sehr gut geht.

                            Wir hoffen, dass wir mit beiden noch viele schöne gemeinsame Jahre

                            verbringen können.

                            Hier noch ein paar Bilder, wie unsere Lieblinge die Baustelle bewachten,

                            sich mit den Nachbarkindern anfreundeten und die Landschaft genießen, 

 

   

 

   

 

        

                       Pedro

 

        Ja, das ist unser "Dritthund". Wie wir zu ihm gekommen sind, ist auf der Seite "Hunde in Not" nach-

        zulesen. Dort habe ich die besondere Geschichte von "Pedro" aufgeschrieben. Dazu bitte auf der Seite

        auf den Button "Pedro" klicken.