Der Winter von 2007 auf 2008 war wieder mal keiner. Mild, natürlich feucht,

                            auf jeden Fall ungemütlich, so dass wir, wie viele andere auch, nach Wärme

                            und Frühling lechzen.

                            Da ist es für uns ein willkommener Anlass, dass Susannes Freundin, die in

                            Mainz lebt, uns im April zu ihrem 50. Geburtstag einlädt.

 

                            Das Womo ist im Winter auch kaum bewegt worden, Inspektion ist gemacht,

                            wir sind kribbelig, so dass es - endlich ! - mal wieder losgehen kann.

 

                            Am Dienstag, 08.08. 2008, fahren wir los. Das Wetter ist zwar kühl aber trocken.

                            Der übliche Stau östlich Hamburgs ist nicht vorhanden, so dass wir zügig in

                            Richtung Süden ziehen.

                            Einen ersten Zwischenstopp legen wir in Göttingen ein. Unser Freund Volker,

                            den wir in Aschaffenburg treffen wollen, hatte uns gebeten, seine vergessenen

                            Papiere von zu Hause mitzubringen. (Wir erinnern uns: Bei unserem Urlaubs-

                            start im letzten Jahr mussten wir umdrehen, weil ich meine Papiere vergessen

                            hatte.)

 

                            Gegen 18.30 Uhr kommen wir in Aschaffenburg an. Gundel und Volker sind

                            schon da. Wir stehen auf dem Stellplatz unterhalb der Willigisbrücke, direkt am

                            Main.

 

                           

 

 

                            Nach einem Abendbrot und gemütlichem Zusammensitzen kriechen wir zeitig in

                            die Koje. Wir schlafen tief  und ruhig.

 

                            Wir werden von Regengeräuschen geweckt. Nein ! nicht schon wieder !! Und wir

                            dachten, wir seien dem ungemütlichen norddeutschen Wetter entflohen.

                            Der Platz ist voller Pfützen, na, dann ist ja meine Innenreinigung von gestern zum

                            Teufel, wenn die Hunde ein paarmal rein- und rausspringen.

                            Am Vormittag ist es dann aber trocken, so dass ich ausgiebig mit den Fellnasen

                            die Umgebung erkunden kann. Auch eine Spielerunde und eine Strecke mit dem

                            Fahrrad auf dem Main-Radweg ist drin.

                            Gundel und Susanne machen sich auf in die Altstadt zum einkaufen.

                            Wir Männer fachsimpeln, wie immer wenn Womo-Kerle zusammenstehen.

 

                            Ein Bekannter, den ich bisher nur vom Internet kenne, hatte sich angeboten, 

                            mein Navi ein wenig "auf Vordermann" zu bringen.

                            

                            Er trifft vormittags ein und macht sich sofort ans Werk. Sein volles Equipment 

                            hat er an Bord. Nach einer Stunde ist er fertig.

                            

                            Die Frauen vertrödeln sich ein wenig und bei mir beginnt der Magen zu knurren.

                            Als die Grazien dann endlich erscheinen, radele ich in die Altstadt und kann nach

                            einer Stunde endlich eine Weinhandlung finden, wo ich für den Computerfreak

                            eine gute Flasche kaufe, als kleines Dankeschön für seine Arbeit an meinem 

                            Navi.

                            Es hat sich wieder richtig eingeregnet und wir essen zu Mittag. Die Hunde sind

                            noch rechtschaffen müde und halten ein Schläfchen.

 

                            Der Nachmittag nervt eigentlich nur. Regen- Regen - Regen.

                            Der Platz wird immer schlammiger. Wir sprechen uns mit Volker ab, dass wir 

                            nach Kleinwallstadt umsetzen. Dort ist ein kleiner Stellplatz am Main, der 

                            asphaltiert ist. Stromsäulen sowie Ver- und Entsorgung ist dort ebenfalls 

                            vorhanden.

                   

                           

 

                                                       

 

                            Am Wetter ändert sich dadurch zwar nichts, aber wir sind wenigsten aus dem

                            Schlamm weg. Unser Willi guckt sehnsüchtig aus dem Fenster, Sonnenschein 

                            wäre ihm auch lieber !

                            

                            Abends wird es dann in unserem Womo zu viert recht gemütlich, wir haben uns

                            viel zu erzählen und es ist (feucht-)fröhlich.

 

                                  

 

                                                            

 

                            Die Nacht ist ruhig, wir schlafen gut.

 

                            Morgens hole ich im Ort frische Brötchen, nachdem die Wauzis ausgiebig das 

                            Mainufer erkundet haben.

                            

                            Nach dem Aufklaren verabschieden sich die beiden Göttinger - sie wollen in 

                            Richtung Südfrankreich, auch sie haben von diesem deutschen"Frühjahr" die 

                            Nase echt voll.

                            

                            Ein wenig neidisch winken wir ihnen hinterher.

                            Der Gemeindekassierer, mit dem wir ein kurzes Schwätzchen halten, schwärmt 

                            uns von Miltenberg vor, so dass wir dorthin einen Abstecher machen. 

                            Und wirklich: Die Altstadt dort ist wunderschön. Bei immerhin trockenem 

                            Wetter wandern wir eine gute Stunde durch das Fachwerkstädtchen.

       

                           

 

                                                    

 

                                                 

 

                            Dann brechen wir in Richtung Mainz auf. Am Flughafen Frankfurt vorbei 

                            kommen wir am frühen Nachmittag in Mainz-Ebersheim bei unseren 

                            Freunden an.

                            

                            Der Nachmittag vergeht mit gemütlicher Plauderei, Kaffeetrinken, ausgiebigen 

                            Runden mit den Fellnasen.

                            

                            Abends verziehen wir uns recht zeitig in unsere rollende Behausung. In der 

                            ruhigen Wohnstraße vor dem Haus unser Freunde schlafen wir tief und fest.

 

                            

                            Das Angebot, im Haus zu duschen, nehmen wir am nächsten Morgen natürlich 

                            gern an. Vormittags brechen wir dann zu einer kleinen Rundfahrt an den Rhein 

                            auf, es geht nach Oppenheim, wo wir allerdings direkt in der Altstadt landen, 

                            weil ich ins Navi "Stadtzentrum" eingegeben habe. Das sollte man bei so alten 

                            Ortschaften nicht tun, denn das Gerät führt einen natürlich direkt in die alten 

                            engen Gassen. Ich bin froh, als wir wieder da raus sind. In Nierstein setzen wir 

                            mit der Autofähre über den Rhein, dies ist gleich ein kleiner Test, wie es denn 

                            mit der Bodenfreiheit unseres "Sunny" bestellt ist, weil wir die Rampe auf die 

                            Fähre recht steil hinunter fahren. Ganz vorsichtig taste ich mich auf das Schiff. 

                            Es klappt - dann wird es hoffentlich im September, wenn wir auf die Fähre nach

                            Griechenland fahren, auch keine Probleme geben.

                           

                                                        

 

                            ( Der Hecküberstand bei unserem jetzigen Womo ist doch ein wenig länger 

                            als beim vorigen, die Bodenfreiheit unter dem halb unterflur angebrachten 

                            Abwassertank wohl auch geringer.)

                           

                            Über Gernsheim, wo wir wieder mit der Fähre das Ufer wechseln, fahren 

                            wir nach Ebersheim zurück.

                            

                            Heute Abend ist die Geburtstagsfeier unser Freundin in Nieder-Olm. Wir 

                            können dort auf dem Grundstück des Weingutes, wo die Feier statt findet, 

                            stehen und übernachten. Das hat den Vorteil, dass die Hunde nicht zu weit 

                            weg sind und wir müssen abends auch nicht mehr fahren, denn das eine oder 

                            andere Getränk werden wir sicherlich zu uns nehmen.

                            Die Feier wird dann auch wirklich sehr nett, einige Leute tragen Gedichte vor, 

                            andere haben einen ABBA-Song auf das Geburtstagskind umgedichtet. Ein 

                            schöner und sehr unterhaltsamer Abend.

                           Gegen Mitternacht verziehen wir uns ins Wohnmobil. Nachdem der Hofhund 

                            sich wieder beruhig hat, schlafen wir tief und fest.

 

                            Recht früh am anderen Morgen werden wir durch die aufgehende Sonne 

                            geweckt. Endlich mal trocken. Im Tal liegt leichter Morgennebel.

                            

                            Nach der Morgentoilette besuchen wir noch unsere Freunde und verabschieden 

                            uns von ihnen. Wir wollen heute irgendwo in der Mitte Deutschlands 

                            Zwischenstation machen und ein wenig das nun schönere Wetter genießen.

                           

                            Gegen Mittag landen wir in der Rhön. Nachdem uns unser Navi punktgenau zu

                            einem Pennymarkt geführt hat, lotst er uns dann zielsicher auf den Stellplatz in

                            Haselbach. Dies ist ein kleines Dorf dicht bei Bischhofsheim. Der Stellplatz liegt 

                            am Ortsrand und hat eine Ver- und Entsorgungseinrichtung.

                

                           

 

                                           

 

                                                           

 

                            Nach dem Mittagessen machen wir uns zu einer großen Runde über die 

                            Berghänge rund ums Dorf auf. Die Hunde genießen es, wir auch.

                            

                            Am Nachmittag und Abend kommen noch zwei weitere Womos hinzu. Wir 

                            stehen ruhig und friedlich. Die Stellplatzgebühr beträgt 5.- Euro und ist 

                            angemessen.

            

                            Heute brechen wir nach den üblichen Morgenerledigungen und ein wenig Fach-

                            simpelei mit einem der Womo-Nachbarn kurz vor 10.00 Uhr auf. Wir kommen 

                            zügig auf die A 7 Richtung Norden.

                            Ab Hildesheim bis nach Hause begleiten uns dann wieder mal heftige Regenfälle.

                            Am Spätnachmittag kommen wir in der Heimat an.

 

                            Alles in allem aufgrund des Wetters nicht ganz so schöne Tage, aber wir waren

                            mal wieder unterwegs, das hat uns auch gefehlt, und wir haben einige neue 

                            Plätze entdeckt und wieder mal feststellen können, dass Deutschland doch 

                            ein schönes Reiseland ist.