Die Route:       Igoumenitsa - Ioannina - Vikos-Schlucht - Kalambaka -

                                                      Volos  - Pilion  - Timfristos-Gebirge -

                                                      Westküste bis Igoumenitsa

                            Zeitraum:        wie immer: September, ca. 5 Wochen insgesamt

 

                            Wir haben uns ein Buch gekauft ! - Der Trend geht ja zum Zweitbuch, deshalb.

                            Aber im Ernst: Wir wollen, da wir meinen, die Peloponnes zu kennen, uns auf

                            dem Festland und auf dem "Pilion" umsehen. 

                            Das erwähnte Buch ist von Reinhard SCHULZ (Womo-Verlag) und heißt:

                            "Mit dem Wohnmobil nach Griechenland".

 

                            Dazu eine kurze Anmerkung:

                            Mir ist die teilweise kontroverse Diskussion über die Bücher von SCHULZ be-

                            kannt. Daran will ich mich nicht beteiligen. Ich möchte auch keine Werbung für

                            das oder die Bücher machen, aber: für einen Womo-Anfänger, zu diesen zählten

                            wir uns damals, ist so ein Buch nicht schlecht, es enthält zahlreiche wertvolle

                            Tipps, vor allem, wo es Wasser gibt und schöne Stellplätze zum Frei-Stehen.

                            Ob nun Herr Schulz Schuld daran ist, dass fast jeder Wohnmobilist sein Buch

                            auf dem Armaturenbrett liegen hat oder ob es an der stark zunehmenden

                            Zahl der Wohnmobile überhaupt liegt, dass man nicht mehr überall allein steht,

                            vermag ich nicht zu sagen.

 

                            Die Anfahrtbeschreibung spare ich mir, es geht wie immer die A 7 von Lübeck

                            runter, Am 3. Tag abends kommen wir in Ancona an. 

                            Zwischenübernachtungen sind auf dem Stellplatz in Gerolzhofen und dann

                            auf dem Autocamp Sadobre in Sterzing/Südtirol.

 

 

                            4. Tag - Ankunft in Igoumenitsa - "Drepanon-Beach"

 

                            Seit unserem letzten Besuch dort (1999) hat sich schon etwas getan: Es sind

                            einige Restaurants hinzugekommen, am Strand gibt es jetzt Duschen und WC.

                            Einige Womos stehen dort - wie eigentlich immer.

                            Wir fahren die Strandstraße durch, am Umspannwerk vorbei bis ganz zum

                            Ende. Dort hört die Straße auf und mündet in einen kleinen festgefahrenen

                            Sandplatz, direkt hinter der Düne.

                            Hier bleiben wir.

        

                             Es ist erst Nachmittag, wir erkunden den Berg und helfen in der Nachbarbucht 

                            einigen Fischern, ihr Boot an Land zu bringen. 

 

 

                            Auf dem Rückweg haben wir von oben einen tollen Blick auf unser Womo.

 

                            5. Tag - Sagiada

 

                            Der Stellplatz ist zwar schön, aber das weiß auch die Jugend von Igoumenitsa,

                            die abends und nachts unser Heim mit ihren Mopeds umkreist.

                            Also fahren wir am nächsten Morgen weiter, rein nach Igoumenitsa, links Richt.

                            Ioannina und gleich wieder links ab Richt. Sagiada. 

                            Ohne Probleme finden wir - ca. 8 km vor der albanischen Grenze - einen

                            schönen Platz, zu dem ein fester Weg von der Straße hinunter zum Wasser

                            führt. Wasserhahn, Mülleimer und Toilettenhäuschen vollenden das Angebot.

                            Wir richten uns unter einer Platane ein.

 

 

                            6. Tag - Ioannina - Vikos-Schlucht

 

                            Eigentlich wollten wir hier erst mal zur Ruhe kommen, aber das Wetter ist bedeckt

                            und nach einer Erkundung zu Fuß des Dörfchens Sagiada, brechen wir über

                            Filiates und Karamitsa auf. Eine schöne Bergstrecke, von der aus man einen

                            tollen Blick zurück zur Küste hat.

                            An der Nebenstrecke finden wir auch am Fluß "Thiamis" eine idyllische Stelle,

                            die sich ebenfalls für eine Übernachtung eignen würde.

                            Wir fahren aber weiter bis Ioannina und Perama. Dort wollen wir ein Ruhe-

                            plätzchen suchen, werden aber nicht recht fündig.

                            Also ziehen wir aus Ioannina raus Richtung Norden. Die Straße ist gut ausgebaut,

                            hinter Karies - dort ist ein Metallbogen über der Straße - biegen wir rechts

                            hoch ins Pindos-Gebirge. Es ist jetzt schon Abend und dämmert. 

                            Wir kommen bis Monodendri(on), fahren durch das Dorf und finden die von

                            SCHULZ beschriebene Wiese direkt in den Bergen. (einige Kilometer Schotter -

                            langsam !)

                            Völlig ruhig, ja einsam. Hier werden wir herrlich schlafen.

 

            

                                            am Thiamis                                            in den Bergen bei Monodendri

 

                            7. Tag - Vikos-Schlucht

 

                            Die Nacht war sehr ruhig, aber auch recht kalt, ca7 °, so dass wir morgens sogar

                            die Heizung einschalten müssen.

                            Dann wandern wir los zum "Vikos-Balkon". Darunter können wir uns zunächst

                            nichts vorstellen, denken an einen Felsvorsprung, der vielleicht so genannt

                            wird.

                            Nach ca. 1/2 Stunde durch die grasbewachsene Gebirgslandschaft, deren Felsen

                            teilweise wie Blätterteig aussehen, kommen wir zum Balkon.

                            Und es ist tatsächlich einer - aber, was viel gigantischer ist - die Schlucht selbst !

                            Steil fallen die Wände nach unten, im Tal ist als kleines Bächlein der Voidomatis

                            zu erkennen.

 

                     

 

                            weitere Vikos-Fotos in der Galerie

 

                             Nun kommt auch die Sonne durch die Wolken und wirft schöne Licht- und Schatten-

                            bilder auf die Felswände.

                            Wir können uns gar nicht satt sehen und der Auslöser tritt in Aktion.

 

                            Auf der Weg zurück zum Womo gibt es ein kleines Kräftemessen zwischen unserer

                            Ayka und einigen Ziegen. Unsere Kleine ist gar nicht bange und verjagt die

                            Einheimischen.

 

     ei, wer kommt denn da ?  

 

Der kann laufen, was ?

 

                            Gegen Mittag zuckeln wir langsam zunächst den Schotterweg bis Monodendrion

                            zurück und dann auf die E 90, auf der wir nach rechts Richtung Norden einbiegen.

                            Kurz danach wieder rechts weg Richtung Aristi.

                            Wir finden in dem kleinen Dorf auch den "Grocery Store", der von einer alten

                            Dame betrieben wird. Während Sanni sich drinnen aufhält, spricht mich ein

                            älterer Grieche auf deutsch an ( er war 20 Jahre Gastarbeiter in Deutschland).

                            Neugierig geworden gehe ich dann auch in den Laden und erlebe wieder einmal

                            typisch griechische Gastfreundschaft: Wir werden mit Wasser (aus dem Fluß

                            Voidomatis) und süßen Feigen bewirtet.

 

                            Weiter geht es durch Megalo Papingo und dann 19 (!) Spitzkehren hoch zum

                            Dorf Mikro Papingo

                            Zwischen diesen beiden Dörfern liegt in einer scharfen Rechtskurve die angebl.

                            "schönste Badestelle Griechenlands". Sie wird durch eine kleine Staumauer ge-

                            bildet, die in Verbindung mit den natürlichen Felsterrassen einige natürliche

                            Planschbecken gezaubert hat.

 

 

                               

 

                            Nach dem kurzen Aufenthalt in dem sehr schönen Mikro Papingo, der beschriebene

                            Wasserhahn findet sich tatsächlich an der Kirche, schwingen wir uns die Serpentinen

                            hinunter und machen halt vor der Bogenbrücke über den Voidomatis.

                            Dort schlagen wir auch unser Nachtlager auf und schlafen ruhig und ungestört.

 

                                                       

 

                            8. Tag - Ioannina - Katara-Paß - Volos - Pilion

 

                            Heute fahren wir quer durch, die schöne aber auch anstrengende Strecke über

                            den Katara-Pass. Wir wollen uns das "typische" Bergdorf Metsovo ansehen.

                            Aber: Wenn man durch die zugeparkte Straße zur Ortsmitte gelangt ist, findet

                            man vor lauter Bussen keinen Parkplatz. Der Ort ist völlig überfüllt und verstopft.

                            Die Rückfahrt ist nervig.

                            An den Meteora-Klöstern vorbei, die auch von dieser Seite aus beeindruckend

                            sind, nehmen wir von Larissa aus die Autobahn über Volos zum Pilion.

                            In Volos verfranse ich mich und rempele beim Umdrehen einen griechischen

                            Pkw an. Na Mahlzeit !

 

 

                            Abends gelangen wir auf einer kleinen schmalen Straße durch Olivenhaine hinunter

                            nach Lefokastro (zum Schluß sehr eng und steil !)

                            Wir fahren direkt auf das Meer zu, links und rechts geht eine Art Weg - eigentlich

                            nur fester Sandstrand, der jeweils nach einigen hundert Metern aufhört.

                            Als wir noch überlegen, wo wir stehen bleiben wollen, winkt uns ein alter

                            Grieche auf sein Grundstück, das direkt an der Ecke liegt.

                            Georgios lädt uns ein und stellt uns bereitwillig einen Schlafplatz in seinem

                            Garten zur Verfügung.

                            Es wird ein netter Abend bei gegrillten Hähnchenschenkeln, Salat von Georgios

                            und Retsina von uns.

 

 

                            9. u. 10. Tag - Strand Potistika und Melani /Pilion

 

                            Erst nachdem ich den Gaskocher von Georgios repariert habe, er uns einen echt

                            griechischen Kaffee serviert hat und wir das obligatorische Abschiedsfoto gemacht

                            haben, brechen wir auf.

                            Über Argalasti kommen wir nach Xinovrissi und von dort an die herrliche Sand-

                            strandbucht "Potistika".

                            Direkt hinter dem Strand liegt ein fester Sandplatz, wo wir unter einem Baum

                            Quartier beziehen. 

                            Wir verbringen den Tag mit Faulenzen am Strand und Einkehr in einer kleinen

                            Taverne in der Bungalow-Anlage (Familienbetrieb - gutes Essen).

                               

 

                                                                                   

 

                             weitere Strandfotos in der Galerie 

 

                            Der nächste Vormittag ist wieder Strandtag, der Wind ist ablandig, so

                            dass der Hund sich wagemutig in die Fluten stürzt. Nach einem guten

                            Souvlaki fahren wir weiter in die Nachbarbucht "Melani".

                            Die Zufahrt muss man trotz Beschreibung im Buch ein wenig suchen, das

                            letzte Stück zum Strand ist nicht sehr breit, schotterig und wenig holprig.

                            Auch diese Bucht ist sehr schön, abends fahren die Badegäste weg und

                            wir sind allein und verbringen eine weitere ungestörte Nacht.

 

                            11. u. 12. Tag - Liri (Bucht "Theokotou")

 

                            Auch wenig südlich soll mindestens noch eine schöne Bucht sein.

                            Nach weiterer Bade- und Sonnenrunde brechen wir mittags auf nach

                            Argalasti. Dort gibt es in der Ortsmitte ein Brunnenhaus. Leider passt

                            unser Schlauch nicht an den dicken Wasserhahn.

                            Nach Süden über Promiri und Liri kommen wir hinter dem Ort in die schöne

                            kleine Felsenbucht "Theokotou".

                            Dort steht ein kleines Felskirchlein, neben dem ein Weg auf ein Grasplateau

                            führt, wo man schön oberhalb des steinigen Strandes stehen kann.

 

 

                             Die nächsten beiden Tage verbringen wir hier.

                            Nachmittags kommt Spiro mit ein paar österreichischen "Einheimischen" und

                            wir kommen ins Gespräch. Als wir das Problem Trinkwasser ansprechen, ist

                            er sofort bereit, uns am nächsten Morgen Wasser zu bringen.

 

                            Danach will er mir unbedingt etwas zeigen. Das Traumhaus ! Ein an den Steil-

                            hang gepresstes Haus mit umlaufendem Balkon und einem wundervollen

                            Blick nach Skiathos hinüber.

                            Die Frage nach dem Preis beantwortet er mit: 20 Mio. DRS ( ca. 114.000.-DM)

                            Als ich spasseshalber Kaufinteresse bekunde, sagt er nur: "Spiro nicht blöd."

                            Recht hat er !

                            Für abends lädt er uns in seine kleine Taverne ein und zaubert uns eine wunder-

                            schöne Fischmahlzeit. Das Essen ist vom Feinsten, wird leider aber getrübt

                            durch die Fernsehberichte über das Attentat auf die Twin-Towers in New York.

 

                            13. Tag - Mesopotamos - Volos - Platistomo

 

                            Nachdem ich Sanni morgens nochmal das Traumhaus gezeigt habe, machen wir

                            uns auf den Weg.

                            Wir fahren die Insel-Hauptstraße Richt. Norden und legen in Mesopotamos eine

                            Mittagspause ein.

                            Danach dolle Kurverei weiter über den "Chani"-Paß und Volos bis Lamia. Dort

                            Einkauf im Supermarkt. Gut, dass ich im Womo bleibe, denn prompt kommt ein

                            Bus, der genau dort halten will, wo ich stehe. Kein Problem.

                            Ca. 40 km hinter Lamia biegen wir von der Hauptstraße nach rechts ab und

                            finden ohne Probleme nach Platistomo(n). Dies ist ein altes Heilbad, dessen

                            Gebäude aber recht verfallen sind. Jedenfalls ist es hier ruhig und wir finden

                            einige 100 m in einem Feldweg einen Platz für die Nacht.

 

                            14. Tag - Karpenissi - Timfristos-Gebirge - Agrinio(n) - Schweinebucht

 

                            Dieser Tag vergeht mit schöner, aber auch anstrengender Kurverei durch das

                            Timfristos-Gebirge. Zum Durchfahren eigentlich zu schade, hier könnte man mal

                            Wandertage einlegen.

                            An dem wunderschönen Stausee "Kremaston" vorbei kommen wir zunächst

                            nach Agrinio und biegen dahinter zum Trichonis-See ab. Der mögliche

                            beschriebene Stellplatz bei einem Restaurant ist gerade Baustelle. Also

                            nur Mittagspause und dann weiter nach Süden - durch die "Kleisoura"-

                            Schlucht. Durch Etoliko und Astakos hindurch, wo ich mich fürchterlich

                            verfranse, weil ich als ordentlicher Deutscher in einer Einbahnstraße nicht

                            wenden mag, bis zur Schweinebucht.

                            Dieses ist ein sehr bekannter und teilweise angepriesener Platz in einer

                            eigentlich schönen Bucht.

                            Denken wir bei dem Namen zunächst an eine Anlehnung an die berühmte

                            Bucht auf Kuba, werden wir vor Ort eines besseren belehrt:

                            Es sind tatsächlich jede Menge Schweine und auch Ziegen dort und dem-

                            entsprechend dreckig ist es.

 

 

                            Da wir heute genug Kilometer hinter uns gebracht haben, bleiben wir trotz-

                            dem und haben noch einen netten Abend mit zwei jungen Studenten aus

                            Bayern.

 

                            15. - 17. Tag - Paleros

 

                            Auf dem weiteren Weg an der Westküste hoch versuchen wir, eine bestimmte,

                            genau beschriebene Zufahrt zum Strand zu erkunden. Wir finden sie auch, aber

                            am Wasser sind alt eingesessene Camper, die grimmig gucken, also nichts

                            für uns.

                            Das Wegfahren wird dann ein echtes Problem:

                            Auf dem Weg hoch zur Straße ein Stück, ca. 4 m lang, mit ganz weichem Sand.

                            Der Ducato wühlt sich richtig schön fest. Stöcke, Fußmatten unterlegen - hilft

                            alles nichts. Also Auto wenden und dann rückwärts mit allem, was geht und es

                            ist geschafft.

 

                            Wir kommen gegen Mittag in die Paleros-Bucht. Vorsicht !

                            Nicht nach Paleros hineinfahren, sondern eine Art Umgehung halb rechts durch

                            den Ort, sonst steckt man am Hafen fest.

                            Der Strand zwischen Paleros und dem Dorf Pogonia ist sehr schön.

                            Hier stehen einige Womos und wir richten uns häuslich ein.

 

                           

 

                            Dieser und die nächsten beiden Tage ist wieder mal faules Strandleben angesagt.

 

                            18. u. 19. Tag - Kanali-Beach

 

                            Zwar können wir mit Rentnern, was das Zeit-Managment angeht, nicht mithalten,

                            aber wir haben bis zur Rückfahrt mit der Fähre noch ausreichend Zeit, so dass wir

                            in ruhigen kleinen Etappen die Küste hochfahren können, mit dem einen oder

                            anderen kleinen Abstecher.

                            So vergehen denn die nächsten Tage mit Aufenthalten in:

 

                           

 

                                                    Stellplatz Kanali Beach

 

                                                                   

 

                                                                                        antike Stadtmauer Nikopolis

 

                                                                                                           

                                                                                                                                       

                                                                                                                                         Zálongo

 

                            Nach dem Besuch des für die Griechen bedeutenden Freiheitsdenkmals schwingen

                            wir uns durch die Souli-Berge bis nach Gliki

                            Dort - hinter dem Ort - direkt am Fluß "Achéron" - gibt es einen wunderschönen

                            Platz an einer alten Brückenruine. 

                            Wir richten uns unter den Bäumen ein. Abends bekommen wir Besuch von Thomas

                            aus Kastrosikia, den ich von einer Kollegin grüßen soll und der auf ein Glas Wein

                            vorbeischaut.

                            Einer der vielen wilden Hunde, den wir wegen seiner schönen braunen Farbe

                            "Giros" taufen, freundet sich mit Ayka an und geht ihr nicht mehr von der Seite.

 

                            Vom Stellplatz aus kann man schön den Achéron flußaufwärts wandern, meistens

                            wadentief, bis eine ca. 10 m lange Stelle kommt, die man durchschwimmen muß.

                            Leute: das ist was für ganz Harte ! ( Ich hab's gemacht, aber war froh, als ich

                            wieder raus war.)

 

                     

 

                            22. u. 23. Tag - Ammoudia

 

                            Weiter geht es - wieder zurück an die Küste.

                            In Ammoudia gibt es einen Platz, der wohl früher Campingplatz war. Dort stehen

                            einige Womos herum. Der Strand besteht aus feinem Sand, es gibt Strandduschen

                            und hier kann man fein stehen.

                            ( Man hat uns aber auch erzählt, dass hin und wieder die Polizei die Womos

                            vertreibt ).

                            Wir lernen hier Ulla und Dietrich aus Münster kennen, mit denen wir noch heute

                            befreundet sind.

 

                            24. - 26. Tag - Karavostasi - Ag. Paraskevi

 

                            Nachdem wir in Parga ein wenig eingekauft haben, eine zwar schöne Stadt, die

                            aber reine "Touri-Stadt" zum Shoppen ist, gelangen wir in die Bucht von

                            Karavostasi. Schöner Sandstrand, an der einen Seite ein Hotel, an der anderen

                            eine kleine Taverne, dazwischen reichlich Platz. An der Strandzufahrt Toiletten

                            und Wasserhahn zum Ent- bzw. Versorgen.

                            (Inzwischen sieht es jetzt anders aus: Reihen von Liegestühlen, Bootsverleih und

                            jede Menge Trubel - der Tourismus schreitet voran).

                            Auf dem Umschlag des Womo-Buches ist ein sehr schönes Foto einer kleinen

                            Felsenbucht mit einer Kirche.

                            Diese suchen und finden wir: "Agia Paraskevi" (Heiliger Freitag).

                            Die Zufahrt geht durch Oliven auf asphaltierter Straße. Als wir in die Bucht

                            kommen, ist außer einem griechischen Liebespaar mit Iglu-Zelt niemand dort.

                            Wir stellen uns unter einen Baum und lassen es uns gut gehen.

 

 

                            Hier gibt es ein WC-Häuschen mit Wasserhahn.

                            Abends herrlicher Sonnenuntergang, im Hintergrund ist Korfu zu sehen. Als ich

                            eines meiner unwiderstehlichen Sonnenuntergangs-Fotos machen will, fährt wie

                            auf Bestellung ein kleines Fischerboot ins Bild - das paßt !

 

 

                             Am nächsten Tag kommt ein Womo in die Bucht gefahren, der Fahrer schaut kurz,

                            wendet und ist wieder weg. Nanu?

                            10 Min. später erscheint ein Konvoi von 6-7 österreichen Womos, kurven wild

                            herum und stellen sich kreuz und quer hin.

                            Wagenburgen bauen, Grill anwerfen, Musik an und Blumentopf auf den Tisch.

                            Na, das wird heiter - vorbei ist's mit "Paradies".

                            Als mittags dann noch ein Boot kommt, welches 20 - 30 Badegäste zum Planschen

                            auslädt, ist es endgültig mit der Idylle gelaufen.

                            Also: morgen weg !

                            ( Inzwischen wird dort offensichtlich ein kleines Restaurant gebaut, die Liege-

                            stühle stehen auch schon in Reihen - s. Karavostasi )

 

                            29. Tag - letzter Tag in Griechenland

 

                            Ein Auszug aus meinem Reisetagebuch:

                            "Ja, nun ist also der letzte Griechenland-Tag. Ein bißchen Traurigkeit und Wehmut, dass wir den

                                       Süden wieder verlassen müssen, ist schon vorhanden. Auch ein bißchen Neid auf die, die noch

                                      bleiben können, bzw. keinen Rückreisetermin haben."

 

                            Das gibt unsere Gefühle ziemlich genau wieder.

                            Aber: wir sind dankbar, dass wir diesen schönen langen Urlaub hatten.

 

                            Schon vormittags fahren wir nach Igoumenitsa rein, können dort Richtung

                            Ioannina sogar unsere ziemlich leeren Gasflaschen tauschen und checken

                            ein.

                            Wie immer, halten wir uns bis zur Abfahrt der Fähre am "Drepanon-Beach"

                            auf. Ein letztes Bad im Meer und nochmal Sonne vor der langen Fahrt zurück.

                            Nachmittags suchen wir das "Bretterbuden-Restaurant" von Hans auf.

                            Es liegt kurz vor Igoumenitsa, wenn man vom Drepanon kommt.

                            Auf der Terrasse schenkt Hans, der ziemlich gut deutsch spricht, nach dem

                            Essen reichlich Ouzo aus, so dass ich schon die Blumenrabatten damit

                            begießen muss, um das Womo sicher zum Schiff zu bringen.

 

                            30. - 32. Tag - Rückfahrt

 

                            Diese ist nicht weiter dramatisch, sie verläuft diesmal etwas atypisch, da wir

                            Schwiegermutter aus MONTEGROTTO auf dem Rückweg mitnehmen.

                            Zwischenübernachtungen machen wir einmal dort selbst, dann in Blaubeuren

                            und dann sind wir zu Hause.